Weingut Mathieu ~ Aktuell

Das Weinjahr

Die Klimaveränderung ist in aller Munde. Wir im Weinbau merken es schon seit vielen Jahren. Die Winter werden wärmer und die Sommer heißer. Es gibt Zeiten mit mehr Regen und Phasen extremer Trockenheit. Die Monate Februar, April, Juni und September waren recht niederschlagsreich. Die anderen Monate dagegen sehr trocken. Insgesamt fehlen aber Niederschläge und der Grundwasserspiegel sinkt allmählich.

 

Der Austrieb der Reben war durch den milden Winter wieder recht früh. Durch den frühen Vegetationsstart ist dann auch die Rebblüte und der Reifebeginn früher. In den trockenen Sommermonaten Juli und August haben die zum Teil extrem heißen Temperaturen das Regendefizit noch verschärft. Zum Glück sind unsere Weinbergböden tiefgründig und konnten so die Juniniederschläge lange halten. Die tief wurzelnden Reben haben die Trockenheit gut überstanden.

 

Zu Beginn der Weinlese kam dann wieder der Regen, den wir zu dieser Zeit nicht mehr wollten. Die Böden waren aber so ausgetrocknet, dass der befürchtete Wachstumsschub, auch durch die etwas abgekühlten Temperaturen, ausblieb. Dies hätte zur erhöhten Fäulnisgefahr geführt. Die Weinlese verlief zügig und es konnten gute Qualitäten mit zufriedenstellenden Erträgen geerntet werden.

 

Insgesamt war es ein gutes Weinjahr. Wenn wir, wie in diesem Jahr, von Unwetter, Frost, Hagel, Sturm und Starkregen verschont bleiben, kann der Weinbau durch die längere Vegetationszeit von der Klimaerwärmung profitieren.